Gitarrenakkorde lernen für Anfänger – 12 ultimative Tipps

12 Tipps zum Erlernen von Gitarrenakkorden
Ben
Ben
Hallo lieber Leser, seit über 25 Jahren spiele ich Gitarre. Auf dieser Seite nehme ich für dich Gitarrenkurse unter die Lupe und gebe dir tolle Tipps zum Thema Gitarre lernen für Anfänger. Jetzt wünsche ich dir viel Spaß auf meinem Blog, Ben.

Die 12 besten Tricks, um fokussiert Akkorde zu üben

Die Gitarre ist ein unglaublich vielseitiges Begleitinstrument. Vom treibenden Strumming bis hin zum zarten Fingerpicking, für jeden Musikstil und jede Stimmung ist was dabei. Es ist wichtig, dass ein Gitarrist über ein solides Akkordvokabular verfügt, um das Potential einer Gitarre ausschöpfen zu können. Ich bin ehrlich: Es gibt Hunderte von Akkorden! Die gute Nachricht ist, dass einige wichtiger sind als andere. Die folgenden Tipps und Tricks zum Erlernen von Gitarrenakkorden sollen dir helfen, sie im Handumdrehen in den Kopf und in die Finger zu bekommen!

1. Lerne Akkord-Diagramme zu lesen

Am Akkord Diagramm
Griffbrett-Diagramm eines Am-Akkords

Akkorddiagramme bzw. Griffbrettdiagramme sind visuelle Darstellungen eines Teils des Gitarrenhalses, in den alle Informationen geschrieben werden können, die zum Erlernen von Akkorden notwendig sind. Dies ist die häufigste und nützlichste Art, Akkorde schnell zu notieren, so dass wir sie sofort mit der Gitarre in Verbindung bringen können. Sie sind ein Muss!

 

2. Beginne mit offenen Akkorden

Offene Akkorde sind unverzichtbar für alle angehenden Gitarristen. Dies sind Akkorde, bei denen eine oder mehrere der Saiten offen (ohne Bund) gespielt werden. Da wir nicht alle Noten im Akkord nach unten drücken müssen, ist es einfacher, einen klaren Klang zu erzeugen als bei Akkorden ohne offene Saiten.

Die wichtigsten offenen Griffe für Anfänger sind:

E-Dur, E-Moll, D-Dur, D-Moll, A-Dur, A-Moll, G-Dur, C-Dur

3. Stelle sicher, dass du Akkorde richtig übst.

Eigne dir keine falsche Handposition beim Gitarrengriffe üben an. Nur weil deine Finger an den richtigen Stellen sind, bedeutet das nicht, dass du den Akkord richtig triffst und er gut klingt. Du kannst das überprüfen, indem du jede Saite im Akkord einzeln anspielst und auf falsche oder gedämpfte Noten achtest. Wenn du eine Note hörst, die falsch und oder gar nicht klingt, solltest du deine Finger anpassen. Denke daran, dass es wichtig ist, die Fingerkuppe nach Möglichkeit von oben direkt auf das Griffbrett zu drücken, um zu verhindern, dass versehentlich Stummschaltungen an den anderen Saiten vorgenommen werden. Du kannst deinen Daumen jederzeit weiter nach unten auf der Rückseite des Halses bewegen, damit deine Finger die tieferen Saiten leichter im richtigen Winkel treffen können.

4. Lerne Barré-Akkorde zu spielen

Gitarre lernen - Akkorde lernenBeachte, dass jede Akkordform, die keine offenen Saiten enthält, verschoben und als gleicher Akkordtyp für unterschiedliche Akkorde verwendet werden kann. Bei diesen sogenannten Barré-Akkorden werden mit einem Finger mehrere oder alle Saiten gleichzeitig runter gedrückt. Wenn du jede Note in einem F-Dur-Barré-Akkord um zwei Bünde vom 1. bis 3. Bund nach oben (gemeint ist die Tonhöhe) bewegst, kannst du mit dem gleichen Griff nun einen G-Dur-Akkord spielen. Deswegen sind Barré-Griffe so ungemein praktisch. Die Kehrseite ist, dass das Erlernen von Barré-Griffen für Anfänger harte Arbeit bedeutet, denn sie erfordern dehnbare und kräftige Finger.

5. Disziplin ist die halbe Miete

Gitarre übenWenn du ein guter Gitarrist werden möchtest, dann solltest du täglich deine neuen Riffs und Gitarrengriffe üben. Klar, es gibt Tage, da hat man keine Zeit oder kommt völlig müde von der Arbeit nach Hause. Da sind Couch und Fernseher oft verlockend. Ich weiß leider, wovon ich spreche. Dennoch sind zehn Minuten „Herumklimpern“ immer noch besser, als gar nicht zu üben. Für Anfänger ist es besonders wichtig, dass sie eine Routine entwickeln und mindestens zwei bis dreimal in der Woche auch mal eine ganze Stunde oder mehr üben. Von nichts kommt eben nichts. Mit dem täglichen Spielen, auch wenn es nur zehn Minuten sind, kräftigst du obendrein deine Finger und baust genügend Hornhaut auf. Schon bald wird dir das Spielen viel leichter von der Hand gehen. Es ist auch immer gut, ein Ziel vor Augen zu haben, das einen motiviert. Das kann der geile Song sein, den du in zwei Wochen spielen können möchtest, oder der Auftritt mit deiner Band. Oder, so war es bei mir, die Aussicht auf ein Leben als Rockstar 😉 Egal was, versuche dich auf ein Ziel zu fokussieren, das dich bei der Stange hält.

6. Übe im Sitzen und im Stehen

Gitarre lernen - üben im StehenWenn du vorhast, irgendwann mit einer Band zu proben oder sogar auf der Bühne zu stehen, dann wirst du früher oder später lernen müssen, auch im Stehen Gitarre zu spielen. Das Spielen im Stehen erfordert eine ganz andere Haltung als das Üben im Sitzen. Auf einem Stuhl neigt man schnell dazu, gekrümmt zu spielen. Außerdem ist man versucht, immer auf die Greifhand zu schauen. Für Anfänger kann es daher hilfreich sein, das Spielen im Stehen zu üben. Es ändert sich alles. Probiere es einfach aus. Es ist am Anfang viel schwieriger, zu sehen, was die Greifhand macht. Besorge dir einen guten Gitarrengurt und stelle ihn auf einen bequeme Länge ein. Aber Achtung: Die Gitarre bis zu den Knien hängen zu haben, sieht zwar lässig aus, erschwert aber das Greifen der Akkorde. Daher lieber etwas uncooler sein, aber dafür eine höhere und somit bessere Spielposition einnehmen. Also: Übe das Spielen auch regelmäßig im Stehen!

7. Übe mit den richtigen Songs

Achte darauf, dass du dir zum Spielen Songs auswählst, die dich interessieren und dich wirklich zum Lernen motivieren. Und wichtig: Suche dir zum Üben auch immer wieder neue Gitarrengriffe. Für Anfänger empfehle ich, sich Songs rauszusuchen, die Akkorde enthalten, die noch nicht zum eigenen Repertoire gehören. Nur so wirst du dich weiterentwickeln!

8. Beschäftige dich mit Musiktheorie

Musiktheorie für AnfängerIch weiß, dass viele angehende Gitarristen am liebsten das Gitarrespielen ohne Noten erlernen möchten. Zu groß ist die Ehrfurcht vor der Musiktheorie. Ich kann das nachvollziehen, denn Musiktheorie ist wie Mathematik, sehr komplex und sie erscheint irgendwie abstrakt. Ich muss gestehen, dass ich auch nicht super im Spielen vom Blatt bin. Jedenfalls was die Standard-Notation angeht. Und du musst auch nicht gleich fließend vom Blatt spielen können, aber ein grundlegendes Verständnis darüber, wie Akkorde aufgebaut sind, was Rhythmen und Tonleitern sind, oder wie man eine Gitarren-Tabulatur liest, wird dir helfen, ein viel besserer Gitarrist zu werden. Es gibt viele gute Bücher zu dem Thema, und einige Online Gitarrenkurse vermitteln die Musiktheorie nicht abstrakt, sondern gleich von Beginn an Schritt für Schritt ganz praktisch am Instrument. So wird die Musiktheorie für dich schnell ihren Schrecken verlieren.

9. Versuche langsam zu üben

Nahezu alle Anfänger, aber auch fortgeschrittene Gitarristen, neigen dazu, viel zu schnell zu spielen. Sie eifern ihrem Idol nach und wundern sich, dass sie an dessen Können nicht herankommen, obwohl sie imstande sind, das Solo genauso schnell zu spielen. Der Grund ist eine schlechte Technik. Wenn du zu schnell übst und spielst, dann wirst du technisch nie sauber spielen können. Um die Finger präzise einzusetzen und die richtigen Töne zu treffen, musst du langsam und bedächtig üben, besonders dann wenn es um Skalen und komplizierte Akkorde geht. Konzentriere dich auf die Präzision deiner Finger. Wenn du dir angewöhnst, langsam zu üben, und dich auf die Technik zu konzentrieren, dann kommt die Geschwindigkeit von ganz alleine. Du wirst sehen.

10. Verwende ein Metronom!

Gitarre lernen mit MetronomDas Spielen zu einem Metronom ist zunächst wirklich schwierig, aber die Anstrengungen werden sich auszahlen. Durch dieses mechanische oder elektronische Gerät, das ein konstantes Tempo vorgibt, entwickelst du schon früh ein Gefühl für Timing und Rhythmus. Stelle die Schläge pro Minute (BPM=Beats per Minute) lieber auf eine niedrige Stufe ein und übe deine Akkorde, wie schon in Tipp 9 beschrieben, langsam. Du wirst lernen in konstantem Tempo zu spielen, also im Timing zu bleiben. Das ist die Idee dahinter. Im Internet gibt es übrigens eine ganze Reihe Metronom-Apps.

11. Vergiss die rechte Hand nicht

Gitarrenübungen für rechte HandViele Gitarristen vergessen oft, dass man Gitarre mit zwei Händen spielt. Sie vernachlässigen die rechte Hand, weil sie sich zu sehr darauf fokussieren, der linken Greifhand neue Griffe beizubringen. Dabei ist die rechte Hand diejenige, die perkussive  Anschläge und gefühlvolle Pickings erzeugt. Die rechte Hand ist für das Gitarrenspiel genauso wichtig wie die linke. Jedes Mal, wenn du übst, solltest du dir auch einen Moment Zeit für das Training deiner rechten Hand nehmen. Du kannst zum Beispiel Strumming-Pattern üben, indem du die Saiten einfach mit der linken Hand abdämpfst, so dass sie nicht mehr klingen können. Alternativ kannst du auch Gitarrengriffe üben und dich für eine Weile auf das Fingerpicking oder auf das Wechselschlag-Spiel mit dem Plektrum konzentrieren. Also vergiss nicht, dass man Gitarre mit zwei Händen spielt.

12. Suche dir einen guten Lehrer

Einer der wichtigsten Tipps, wenn es um das Gitarrenakkorde lernen für Anfänger geht, ist, dass du dir einen guten Lehrer suchst, der dich so unterrichtet, dass es dir Spaß macht und der dich motiviert. Wenn du keinen Lehrer in der Nähe hast, nicht viel Zeit hast, oder dir vielleicht keinen Lehrer leisten kannst, dann besorge dir einen guten Gitarrenkurs.

Mit diesen 12 Tipps im Hinterkopf, denke daran: Das Geheimnis des Erlernens von Gitarrenakkorden ist die Wiederholung. Versuche, deine neuesten Akkorde immer und immer wieder zu spielen. Und wenn du die Grundlagen richtig beherrschst, die richtige Technik von Anfang an lernst und fokussiert bist, dann kannst du ein großartiger Gitarrist werden.

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Gitarre lernen online mit Christian Konrad

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